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Zahnersatz

Kronen oder Teilkronen?

Bei der Entscheidung zwischen Krone und Teilkrone geht es um die Frage, inwieweit durch eine Teilkrone die Zahnsubstanz eines stark geschädigten Zahnes erhalten werden kann. Bei einer Teilkrone wird weniger von der gesunden Zahnhartsubstanz abgetragen, allerdings müssen dabei manchmal ästhetische Kompromisse in Kauf genommen werden, anders als bei einer Krone.

Für den weniger ästhetisch anspruchsvollen Bereich – Seitenzähne – hat sich der Einsatz von e.max-Keramik als vorteilhaft erwiesen. Ein Pluspunkt dieser Kronen ist, dass sie durchgängig aus einem Material gefräst werden. Sie sind dadurch sehr stabil. Dagegen sind die mit einem Zirkongerüst hergestellten Kronen durch eine vom Zahntechniker individuell aufgeschichtete Keramik ästhetisch anspruchsvoller und werden von uns im sichtbaren Zahnbereich empfohlen. Hier beweisen unsere speziell dafür gewählten Zahntechniker große Leidenschaft und volles Engagement.

Labor Haase Sankt Augustin: www.dental-technik-haase.de
Labor Meinecke, Bonn: www.meinecke-dentallabor.de
Labor Jan Kaech Thun, Schweiz
Labor Balzer, Bonn

Für Einzelkronen kommt auch die CEREC-Methode in Frage. Dabei wird die Krone in einer Sitzung abdruckfrei durch ein digitales Verfahren hergestellt. (Siehe auch CEREC)

Zahnlücken: Implantate oder Brücken?

Hier muss man ganz besonders die Vor- und Nachteile beider Behandlungsmethoden abwägen.

Bei der Entscheidung für oder gegen ein Implantat spielen sehr viele Faktoren eine Rolle. Zu nennen sind: Allgemeingesundheitliche Aspekte, Nikotinkonsum, der Parodontalzustand, die Mundhygiene, das Knochenangebot, der Zustand der anderen Zähne, Kosten und vieles mehr. Implantate haben dann eine besondere Rechtfertigung, wenn die Nachbarzähne zur Zahnlücke noch weitgehend unbeschädigt sind und ein gutes Knochengerüst vorliegt. Doch Vorsicht: oft wird heute zu wenig auf das Risiko einer Periimplantitis, d.h. eine Entzündung im Bereich des Implantats und dem damit möglicherweise vorschnellen Verlust des Implantats hingewiesen. Bei der Implantation arbeiten wir eng mit uns vertrauten und erfahrenen Spezialisten zusammen.

Auch Brücken dienen dem Ersatz von verloren gegangenen Zähnen. Sie werden fest auf die benachbarten Zähne der Lücke zementiert. Oft merken die Patienten gar nicht mehr, dass darunter eigentlich ein Zahn fehlt. Ein Nachteil ist: die benachbarten gesunden Zähne müssen beschliffen werden, gesunde Zahnsubstanz geht verloren. Weniger problematisch ist es, wenn diese Pfeilerzähne ohnehin schon überkront oder mit großen Füllungen versehen sind. Dann ist die Brückenversorgung meist die medizinisch sinnvollere und oft auch wirtschaftlich günstigere Lösung. .

Totalprothese mit Implantaten

Totalprothesen werden dank der Prophylaxe und der zahnärztlichen Möglichkeiten immer seltener. Aufgrund unserer früheren Tätigkeit an der Bonner Universitätszahnklinik und intensiver Fortbildungen in diesem Bereich, können wir diese Versorgung jedoch weiterhin anbieten.

Insbesondere im Unterkiefer, wenn der Kieferknochen schon sehr abgebaut ist, verbessern Implantate den Kaukomfort extrem.

Nach oft jahrelanger Quälerei mit der lockeren Unterkieferprothese können gerade ältere Patienten so das Essen wieder genießen.

Teleskopprothesen

Sind nur noch wenige Zähne vorhanden, müssen die fehlenden Zähne mit einem herausnehmbaren Zahnersatz - einer sogenannten Teilprothese - versorgt werden, es sei denn, man kann die großen Zahnlücken durch Implantate verkürzen. Die Teilprothesen werden an den verbliebenen Zähnen so befestigt, dass die Patientin / der Patient die Prothese zur Reinigung entfernen und wieder einsetzen kann. Das geschieht im einfachen Fall durch Klammern, die aber je nach Lage ästhetisch  unschön   aussehen. Eine mögliche Alternative zu den Klammern sind sogenannte Teleskope. Dabei werden die zur Verankerung vorgesehenen  Zähne mit zylindrischen Kronen (am besten Goldkronen) versorgt. Auf diese Zylinder schiebt sich dann die mit der Prothese verbundene  Krone wie ein Fingerhut auf den Finger und sorgt durch ihre perfekte Passung für einen sehr guten Halt.

Die Zufriedenheit mit diesem Zahnersatz kann als ausgesprochen hoch angesetzt werden, zumal wir dank der eingespielten Zusammenarbeit mit unserem Labor diese zahntechnisch äußerst anspruchsvolle Versorgung mit gutem Gewissen durchführen können.

Gibt es nur noch wenige oder viele stark vorgeschädigte Zähne, hat die Teleskopprothese viele Vorteile: sie sorgt nicht nur für einen stabilen Sitz des Zahnersatzes, sie erleichtert auch die Pflege der Restbezahnung und bietet die Möglichkeit einer - kostengünstigen – Erweiterbarkeit. Da man keine Klammern sieht, stellt die Teleskopprothese auch eine ästhetische Alternative zur herkömmlichen Klammerprothese dar. Es sollte aber erwähnt werden, dass durch den relativ hohen Platzbedarf, den eine Teleskopkrone benötigt, die Zähne etwas dicker als die natürlichen Zähne werden; dies fällt jedoch im Rahmen der Gesamtversorgung häufig kaum auf. Die Kosten für eine Teleskopversorgung sind aufgrund der  Materialkosten und der hohen zahntechnischen Anforderungen relativ hoch. Aufgrund der voraussichtlich langen Tragezeit, der Erweiterbarkeit und der allgemein hohen Zufriedenheit der Patienten mit diesem Zahnersatz ist jedoch von einer sehr nachhaltigen Investition in das Gebiss zu sprechen. Es gibt auch Alternativen zu den Goldteleskopen - hierüber sollten wir jedoch sprechen.